French Bullies


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Gesundheitstipps

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Atemnot
In Verbindung mit der Kurzschnäutzigkeit, zu kurzen Hälsen und zu gedrungenen Gebäuden kommt es bei Bulldogs häufig zu Erscheinungen von Atemnot. Eine Folge von Übertypisierungen und Mängeln der Zucht, aber auch von Übergewicht. Schnarchen ist oft ein Symptom von Atemnot. Atemnot muss dringend ernst genommen werden. Ein Bulldog, der zu Atemproblemen bis hin zu Atemnot neigt, muss konsequent besonders bei Hitze geschont werden. Es gibt Operationsmethoden, die die angezüchtete Atemnot lindern können.

Brachycephales Syndrom
Bei einigen Hunderassen (Bully, Mops Bulldog, Pekinese, Boxer etc.) ist im Rassestandard die Verkürzung des Gesichtsschädels festgelegt (Brachycephalie). Dies führt zur Ausbildung des Brachycephalensyndroms oder Brachycephales Atemnot Syndrom, das sich klinisch durch eine Störung der vorderen Atemwege und damit durch eine Verringerung der Atemkapazität äußert. Die Folgen sind verringerte Leistungsfähigkeit bis hin zu Kollapen, die lebensbedrohlich sein können. Weitere Folgen sind: Atmungsprobleme, Belastungsintoleranz, geringe Hitzeintoleranz, häufige Notwendigkeit von Kaiserschnitten. Die Kurzschnäutzikeit führt oft, aber nicht zwangsläufig zu diesen Einschränkungen der Gesundheit.

Der Bulldog ist einer der am engsten mit dem Menschen verbundenen Hunde.

Der Bulldog ist ein familien- und menschenfreundlicher, friedlicher, umgänglicher Hund. Er ist Charmeur und Komiker mit viel Herz . Er hat seine eigenen Vorstellungen, manche nennen es Eigensinn, andere Selbstbewusstsein, wieder andere schlicht Intelligenz, und geht gerne auch einmal mit dem Kopf durch die Wand.

Ein Bulldog ohne seine Menschen verkümmert. Er braucht kein sonderlich grosses Zeitkontingent an Zuwendung, aber sie muss intensiv sein. Der Bulldog ist eigentlich bestens für unsere Zeit geeignet, da er im Vergleich zu den meisten anderen Hunderassen wenig Bewegung braucht. Er mus nicht bespaßt werden und brauch auch kein Agility-Programm und ausgelastet zu werden. Er kann auch gut für ein paar Stunden alleine gelassen werden. Wichtig ist da schon die standesgemäße, bequeme Couch ;-)

Zugleich ist der Bulldog aber eine der Rassen, die am meisten Aufmerksamkeit brauchen.

Zum einen die enge Bindung ans Herrchen oder/und Frauchen, zum anderen bedingt durch Versäumnisse der Zucht, braucht er viel Pflege und Fürsorge, was seine Gesundheit angeht. Falten müssen oft täglich gereinigt werden, um nur ein Beispiel zu nennen. Man sollte nicht zuletzt auch finanziell immer in der Lage sein, seinem Bulldog bei Bedarf auch medizinisch alles Nötige angedeihen zu lassen.

Der Bulldog ist sehr eigenwillig und kann sehr stur sein.

Er mag keine harten Kommandos und erst recht keine Dressur. Es bedarf schon Konsequenz und Hartnäckigkeit durch den Halter, um die Regeln des Hauses durchzusetzen. Am Wichtigsten aber ist, dass diese Konsequenz mit Zuneigung verbunden ist. Nicht selten werden harte Kommandos konsequent ignoriert - das Gleiche wird kurz danach aber nach einer freundlichen Bitte sofort ausgeführt. Ein Mensch, der sich mit Verstand und offenem Herzen auf seinen Bulldog einlässt, wird in ihm einen wunderbaren Partner haben, mit dem er sich blind versteht.

Aber: der Mensch muss zum Bulldog passen. Umgekehrt wird nichts draus!

Sollte der Hund eine anhaltende röchelnde oder extrem schnell hechelnde Atmung zeigen - sofort und dringend den Tierarzt herbeiholen.
Das Gleiche gilt bei sich dunkelrot oder gar schon bläulich verfärbender Zunge.
Das ist ein echter NOTFALL - Lebensgefahr!!
Idealerweise legt man sich einen Zettel mit Spezialisten für solche Notfälle bereit bzw. hat die Nummern im Handy gespeichert.
Aber man sollte es erst gar nicht soweit kommen lassen. Deshalb:
"Bei großer Hitze beachten:
Keine Belastungen aufdrücken
Immer Wasser zum Trinken anbieten.
Auch zum Pfotenkühlen oder Plantschen ist es hilfreich und ein feuchter Bauch kühlt den Bulldog ebenfalls gut ab. Das will aber jeder anders.
Am besten tagsüber in der Wohnung lassen bzw. an einem schattigen Platz im Garten. maximal kleine Spaziergänge, wenn dann in der Morgenfrühe vor acht Uhr.
Keine langen Autofahrten - Wenn unbedingt nötig, nur mit Klimaanlage und an einer Stelle im Auto ohne direkte Sonneneinstrahlung, am besten nachts fahren; immer Wasser zum Trinken bereit halten.

Nie im parkenden Auto lassen - auch nicht "mal eben" kurz. Denn was passiert, wenn Sie "mal eben" kurz aufgehalten werden?

Was tun bei Überhitzung oder Übererregung und damit verbundener akuter Atemnot (Dyspnoe)?

Möglichst an eine ruhige, kühle Stelle zurückziehen
Ruhe, Ruhe, Ruhe - nur keine Panik, Hektik, Gekreische etc.
Wasser anbieten, eventuell Lippen befeuchten und mit feuchten Tüchern kühlen - ohne Hektik Keine abrupten Kühlungen wie etwa mit einem Eimer Wasser übergießen - Herzschlaggefahr
Am besten ganz langsam von den Füßen aufwärts mit kühlem, nicht eisigem Wasser langsam befeuchten.
Geduldig abwarten, Ruhe, Ruhe, Ruhe Fehler nicht wiederholen!"
(zitiert aus "Bulldogs in Geschichte und Gegenwart")




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